Diversitätskompetenzen in der Arbeit mit heterogenen Gruppen – Tagung ePSA 2016

RÜCKBLICK – Tagung: Erwachsenengerechter Pflichtschulabschluss, Diversitätskompetenzen in der Arbeit mit heterogenen Gruppen – Austausch zur pädagogischen Umsetzung am Bundesinstitut für Erwachsenenbildung bifeb 29. Februar – 1. März Foto-Tagebuch: Fardin Rasuli und Mahdi Hosseini

Arbeit mit heterogenen Gruppen – Themen und Tabus

Arbeitsgruppenbericht

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Foto: uniT, Fardin Rasuli und Mahdi Hosseini, Strobl 2016

Mittels adaptierter Methoden des Forum Theaters wurden in zwei unterschiedlichen Settings Themen aus der Praxis aufgegriffen und bearbeitet. Dabei wurden Strategien und Interventionen in der Praxis reflektiert, hinterfragt und neu entworfen.

Verwendete Quellen:
Darsteller_innen: Philip Heilmann, Abelina Holzer,“Verrücktes Blut“ von Nurkan Erpulat und Jens Hillje (szenische Lesung)
Texte aus „Schwarze Jungfrauen“ von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel sowie Facebook-Einträge.

Katharina Flick, Lukas Hoscher
Konzeption: Edith Draxl und Astrid Ranner
Moderation: Edith Draxl

RESSOURCEN:
Michael Wrentschur: Politisch-partizipative Theaterarbeit: ästhetische Bildung und politische Beteiligung. Die Theater- und Kulturinitiative InterACT als Beispiel. In: Magazin Erwachsenenbildung, Ausgabe 22, 2014.
URL:http://erwachsenenbildung.at/magazin/14-22/03_wrentschur.pdf

Paolo Freire Zentrum – Methoden, Texte und Materialien.
URL: http://ungleichevielfalt.at/article22.htm

 Österreichische Gesellschaft für politische Bildung
http://www.politischebildung.at

Bundeszentrale für politische Bildung
URL: https://www.bpb.de/politik/extremismus

Violence Prevention Network
URL: http://www.violence-prevention-network.de

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Voraussetzungen zur Teilnahme am ePSA

Arbeitsgruppe: Elke Schildberger/Bill

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Fotos: uniT, Andrea Fischer

Welche Fähigkeiten, Kenntnisse und Kompetenzen brauchen Lernende für den Einstieg in ein ePSA-Bildungsangebot? In dieser Arbeitsgruppe wurde thematisiert, welche Eingangsvoraussetzungen für Teilnehmende an ePSA-Lehrgängen erfolgskritisch erscheinen und ob bzw. wie diese Eingangsvoraussetzungen bei unterschiedlichen Anbietereinrichtungen erhoben werden. In einem Austausch in der Gruppe wurden unterschiedliche Ansätze gegenübergestellt, Vor- und Nachteile diskutiert und Entwicklungspotentiale aufgezeigt.

Blitzlicht

Strategien zur Erreichung von Zielgruppen

Arbeitsgruppe: Andrea Fischer und Birgit Waltenberger/uniT

strategien
Fotos: uniT, Andrea Fischer

Ausgehend von aktuellen Zielgruppen, die die Bildungs­angebote besuchen bzw. nicht besuchen, wurden in der Arbeitsgruppe Strategien zur Erreichung von Teilnehmenden entwickelt und skizziert: Welche Kommunikationsmittel und -wege stehen zur Verfügung bzw. werden eingesetzt? Welche können neu beschritten werden? Wie sind diese gestaltet?

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Angebote im Vorfeld des ePSA

Arbeitsgruppe: Karin Bittner und Betina Aumair/VHS Wien)

Die Nachfrage nach Pflichtschulabschluss-Lehrgängen ist in Wien groß. Viele Teilnehmer_innen benötigen allerdings noch vorbereitende Maßnahmen im Bereich der Basisbildung (Grundkompetenzen / Sprachkompetenzen).
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Fotos: uniT, Andrea Fischer

Die VHS Wien bietet bedarfsorientiert vorbereitende Maßnahmen an, um den Einstieg in den Pflichtschulabschluss zu ermöglichen. Im Workshop wurden Erfahrungen mit vorbereitenden Angeboten ausgetauscht, Herausforderungen und Perspektiven diskutiert und das Modell VHS Wien vorgestellt.

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Zugänge zum ePSA

Arbeitsgruppe: Silvia Göhring/ISOP Graz

zugaengeVorfeldaktivitäten bestimmen mit, wer an ePSA-Lehrgängen teilnimmt (teilnehmen kann) und wer nicht. Wie erhalten potenzielle Teilnehmende Informationen über die Angebote, von wem erhalten sie diese und in welcher Qualität, was erleben sie als Teilnahmebarrieren und was hat all das mit Diversitätskompetenz zu tun? – das sind Fragen, die im WS diskutiert wurden. Ausgehend von steirischen Eindrücken wurde versucht, Vorfeldaufgaben zu benennen und Ideen zu entwickeln, ob bzw. wie diese – regionalspezifisch betrachtet – besser als bisher systematisiert bearbeitet werden könnten.

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Beispielsammlung zum erwachsenengerechten Pflichtschulabschluss

Eine umfangreiche Beispielsammlung von Lehr- und Lernmaterialien sowie Handreichungen zu Themen des erwachsenengerechten Pflichtschulabschlusses finden Sie unter

http://erwachsenenbildung.at/bildungsinfo/zweiter_bildungsweg/materialien_pflichtschulabschluss_nachholen.php

Wenn Sie einen dieser Inhalte aufrufen, werden Sie aufgefordert ein Passwort einzugeben. Das Passwort erhalten Sie auf Anfrage unter mail@e-psa.at

Programm 2016: Fortbildungen für Lehrende & Prüfende

Von Frühjahr 2016 bis Sommer 2018 werden im Rahmen des esf-Projektes Netzwerk ePSA Fortbildungsmodule zu verschiedenen Themenfeldern angeboten. Der Bogen reicht von erwachsenengerechten Haltungen und der Umsetzung der im Curriculum formulierten Prinzipien über das weite Feld der Diversität, in dem die unterschiedlichen Ausgangssituationen und Ressourcen der Lernenden zentral für die Gestaltung der Lernumgebungen sind bis hin zum Thema Prüfen und Validieren, das sich der zielgruppengerechten Gestaltung von Prüfungssettings widmet.

Zum Thema Mehrsprachigkeit werden unterschiedliche Konzepte und Zugänge vorgestellt, methodisch-didaktische Impulse für die Praxis gegeben, Wege und Methoden ausgelotet, wie verschiedene Sprachen zur Gestaltung von Lernumgebungen genutzt werden können. Im Zentrum des Themenfeldes Arbeiten mit Gruppen und Individuen steht das Begleiten, Moderieren, Unterstützen von Gruppen und Individuen in Lern- und Entwicklungsprozessen. Zum Thema Intersektionalität werden gesellschaftliche Verhältnisse in ihrer Verwobenheit betrachtet, ausgrenzende und diskriminierende Wirkungen thematisiert und der Bezug zum eigenen pädagogischen Handeln hergestellt.

Hier finden Sie einen Überblick zu den im Jahr 2016 bundesweit angebotenen Fortbildungen in den verschiedenen Themenfeldern. Anmeldungen sind ab sofort unter office@bildungsentwicklung.com oder telefonisch unter 0699/13134806 möglich.epsa_Netzwerk_Programm2016_Grafik-001

>>> Alle Details und Infos zu den Fortbildungen 2016 im Programm- PDF (Download)

 

Netzwerk ePSA 2015 – 2018

Im bundesweit aktiven Netzwerk ePSA kooperieren Akteur_innen aus neun Einrichtungen und setzen vielfältige Aktivitäten und Angebote in den Bereichen der Weiterbildung, Entwicklung, Forschung und Vernetzung. Dies mit dem Ziel chancengerechte, gender- und diversitätssensitive Lernumgebungen zu ermöglichen, Zugangsbarrieren zu reflektieren sowie Übergänge zu weiterführender Bildung, Berufsausbildung und zum Arbeitsmarkt durchlässiger zu gestalten:

  • Im Rahmen des Projektes werden Workshops für Lehrende und Prüfende angeboten und regionale Lerngemeinschaften initiiert – das Programm für die erste Phase erscheint im Oktober 2015.
  • Im Bereich Entwicklung werden Themenkataloge zu inhaltlichen Schwerpunktsetzungen für die Gestaltung von Lernumgebungen erstellt, in denen an den Lebenswelten der Lernenden angeknüpft wird und Interessen individuell vertieft werden können.
  • Es werden vielfältige Materialien zur Anwendung in allen Kompetenzfeldern entwickelt und bereitgestellt – dies erfolgt auf Basis der im Curriculum verankerten Prinzipien und mit Bezug zu den dort formulierten Lernergebnissen. Zudem wird ein umfassender Pool von Prüfungsbeispielen entstehen.
  • Im Feld der Validierung werden Erfahrungen aus der Prüfungspraxis reflektiert, ein Stärken-/Schwächenreport zum aktuellen Validierungskonzept erstellt und an einer Handreichung zur erwachsenengerechten Prüfungspraxis gearbeitet, die sich an den Kompetenzen und Ressourcen der Lernenden orientiert.
  • In der Begleitforschung werden die praktische Umsetzung und Anschlussfähigkeit des erwachsenengerechten Pflichtschulabschlusses in den Blick genommen – Lehrende, Prüfende und Lernende zu ihren Erfahrungen befragt.
  • Die Vernetzungsaktivitäten zielen darauf die Anschlussfähigkeit des erwachsenengerechten Pflichtschulabschlusses zu fördern und docken an den Schnittstellen und Übergängen zu höherer Bildung, Berufsausbildung und Arbeitsmarkt an. Mit Vertreter_innen von unterschiedlichsten Einrichtungen und Organisationen werden Ausschlussmechanismen und Zugangsbarrieren reflektiert, Bedarfe und Möglichkeiten eruiert, Arbeits- und Kommunikationsstrukturen entwickelt.
  • Jährlich stattfindende Tagungen am Bundesinstitut für Erwachsenenbildung in Strobl bieten Raum für Austausch, Vernetzung und Transfer, Inputs von Expert_innen tragen zur Diskussion verschiedener Themenschwerpunkte bei. Die erste Tagung findet im Frühjahr 2016 statt.

Informationen zu den Projektaktivitäten, Ankündigungen von Workshops und Tagungen werden laufend auf der Webseite e-psa.at präsentiert. Der ePSA-Newsletter informiert ebenfalls regelmäßig über aktuelle Ereignisse und Angebote.

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Wie läuft´s? – Ergebnisse der Evaluation IEB

Seit 2012 gibt es in allen Bundesländern kostenlose Bildungsangebote zum Nachholen des Pflichtschulabschlusses.
299 Kurse wurden seit 2012 in allen Bundesländern durch die Inititative Erwachsenenbildung gefördert. In der aktuellen Studie zur Evaluation der ersten Periode wird den Maßnahmen ein durchaus positives Zeugnis ausgestellt:

In beiden Programmbereichen war eine deutliche Mehrheit der ehemaligen TeilnehmerInnen mit dem Kurs sehr zufrieden: 85% der Befragten im Bereich Basisbildung und 81% im Bereich Pflichtschulabschluss gaben dem jeweils besuchten Kurs in Schulnoten ausgedrückt ein „sehr gut“. Lediglich 14% gaben die Note „gut“ und weitere 3% die Note „befriedigend“. Als Gründe für diese gute Benotung wurden das Engagement und die Fähigkeiten der TrainerInnen, besonders auch ihr Bemühen, um verständliche Erklärungen, die Lerninhalte, das Gruppenklima, als auch die „Arbeit am Computer“, da oft „zuvor noch keine PC-Kenntnisse“ vorhanden waren, hervorgehoben. In beiden Programmbereichen äußerten die TeilnehmerInnen nur selten Verbesserungsvorschläge. (S. 67)

Evaluation der ersten Periode der Initiative Erwachsenenbildung  erstellt von Peter Stoppacher und Marina Edler unter Mitarbeit von Karin Reinbacher-Fahrner (IFA, Graz)

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