Neue Prüfungen für Erwachsene

Was soll in den Prüfungen zum Pflichtschualbschluss für Erwachsenen eigentlich validiert werden?

Der PSA zielt darauf ab, dass Erwachsene Grundkompetenzen entwickeln können, diese in den diversen Situationen im Alltag einsetzen und dass Erwachsene durch ihre erworbenen Kompetenzen in der Lage sind, das eigene Leben und das eigene Umfeld aktiv mitzugestalten.

Die Validierungskonzepte im Rahmen des PSA stellen je nach Kompetenzfeld unterschiedliche Verfahren zur Feststellung und zur Sichtbarmachung von erworbenen Kompetenzen dar, wie mündliche Prüfung, schriftliche Klausurarbeit, Projektarbeit und Portfolio. Beim Lösen exemplarischer Aufgabenstellungen werden bestimmte Performanzen gezeigt. Diese werden gemessen und führen zur Erlangung des formalen Pflichtschulabschlusses.

Wissen und Handeln sind aneinander gekoppelt, was sich auch in den Aufgabenstellungen und Bewertungen im Rahmen der Validierungsverfahren wiederfindet. Ein reines Abfragen von Wissen ermöglicht keine lebensnahe, praktische und vor allem keine reflexive Auseinandersetzung mit diesem Wissen. Aber genau darauf zielt der PSA ab. Die Dimensionen Inhalt und Handlung bestimmten wechselseitig die Validierung.

Die Validierung im Rahmen des PSA orientiert sich, genauso wie das Curriculum zum Lehrgang, an den Kompetenzen der Kandidat_innen. Darunter verstehen sich erworbene Kenntnisse, Erfahrungen, Fertig-keiten und Fähigkeiten und die verantwortungsvolle Anwendung dieser in konkreten Situationen und Pro-blemstellungen. Informell erworbene Lernergebnisse spielen dabei genauso eine Rolle wie die Fähigkeit zum Transfer von Wissen.

Einen Leitfaden für Prüfende (VHS Linz) finden Sie unter den Veröffentlichungen des bmukk: http://www.erwachsenenbildung.at.