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Programm 2016: Fortbildungen für Lehrende & Prüfende

Von Frühjahr 2016 bis Sommer 2018 werden im Rahmen des esf-Projektes Netzwerk ePSA Fortbildungsmodule zu verschiedenen Themenfeldern angeboten. Der Bogen reicht von erwachsenengerechten Haltungen und der Umsetzung der im Curriculum formulierten Prinzipien über das weite Feld der Diversität, in dem die unterschiedlichen Ausgangssituationen und Ressourcen der Lernenden zentral für die Gestaltung der Lernumgebungen sind bis hin zum Thema Prüfen und Validieren, das sich der zielgruppengerechten Gestaltung von Prüfungssettings widmet.

Zum Thema Mehrsprachigkeit werden unterschiedliche Konzepte und Zugänge vorgestellt, methodisch-didaktische Impulse für die Praxis gegeben, Wege und Methoden ausgelotet, wie verschiedene Sprachen zur Gestaltung von Lernumgebungen genutzt werden können. Im Zentrum des Themenfeldes Arbeiten mit Gruppen und Individuen steht das Begleiten, Moderieren, Unterstützen von Gruppen und Individuen in Lern- und Entwicklungsprozessen. Zum Thema Intersektionalität werden gesellschaftliche Verhältnisse in ihrer Verwobenheit betrachtet, ausgrenzende und diskriminierende Wirkungen thematisiert und der Bezug zum eigenen pädagogischen Handeln hergestellt.

Hier finden Sie einen Überblick zu den im Jahr 2016 bundesweit angebotenen Fortbildungen in den verschiedenen Themenfeldern. Anmeldungen sind ab sofort unter office@bildungsentwicklung.com oder telefonisch unter 0699/13134806 möglich.epsa_Netzwerk_Programm2016_Grafik-001

>>> Alle Details und Infos zu den Fortbildungen 2016 im Programm- PDF (Download)

 

Netzwerk ePSA 2015 – 2018

Im bundesweit aktiven Netzwerk ePSA kooperieren Akteur_innen aus neun Einrichtungen und setzen vielfältige Aktivitäten und Angebote in den Bereichen der Weiterbildung, Entwicklung, Forschung und Vernetzung. Dies mit dem Ziel chancengerechte, gender- und diversitätssensitive Lernumgebungen zu ermöglichen, Zugangsbarrieren zu reflektieren sowie Übergänge zu weiterführender Bildung, Berufsausbildung und zum Arbeitsmarkt durchlässiger zu gestalten:

  • Im Rahmen des Projektes werden Workshops für Lehrende und Prüfende angeboten und regionale Lerngemeinschaften initiiert – das Programm für die erste Phase erscheint im Oktober 2015.
  • Im Bereich Entwicklung werden Themenkataloge zu inhaltlichen Schwerpunktsetzungen für die Gestaltung von Lernumgebungen erstellt, in denen an den Lebenswelten der Lernenden angeknüpft wird und Interessen individuell vertieft werden können.
  • Es werden vielfältige Materialien zur Anwendung in allen Kompetenzfeldern entwickelt und bereitgestellt – dies erfolgt auf Basis der im Curriculum verankerten Prinzipien und mit Bezug zu den dort formulierten Lernergebnissen. Zudem wird ein umfassender Pool von Prüfungsbeispielen entstehen.
  • Im Feld der Validierung werden Erfahrungen aus der Prüfungspraxis reflektiert, ein Stärken-/Schwächenreport zum aktuellen Validierungskonzept erstellt und an einer Handreichung zur erwachsenengerechten Prüfungspraxis gearbeitet, die sich an den Kompetenzen und Ressourcen der Lernenden orientiert.
  • In der Begleitforschung werden die praktische Umsetzung und Anschlussfähigkeit des erwachsenengerechten Pflichtschulabschlusses in den Blick genommen – Lehrende, Prüfende und Lernende zu ihren Erfahrungen befragt.
  • Die Vernetzungsaktivitäten zielen darauf die Anschlussfähigkeit des erwachsenengerechten Pflichtschulabschlusses zu fördern und docken an den Schnittstellen und Übergängen zu höherer Bildung, Berufsausbildung und Arbeitsmarkt an. Mit Vertreter_innen von unterschiedlichsten Einrichtungen und Organisationen werden Ausschlussmechanismen und Zugangsbarrieren reflektiert, Bedarfe und Möglichkeiten eruiert, Arbeits- und Kommunikationsstrukturen entwickelt.
  • Jährlich stattfindende Tagungen am Bundesinstitut für Erwachsenenbildung in Strobl bieten Raum für Austausch, Vernetzung und Transfer, Inputs von Expert_innen tragen zur Diskussion verschiedener Themenschwerpunkte bei. Die erste Tagung findet im Frühjahr 2016 statt.

Informationen zu den Projektaktivitäten, Ankündigungen von Workshops und Tagungen werden laufend auf der Webseite e-psa.at präsentiert. Der ePSA-Newsletter informiert ebenfalls regelmäßig über aktuelle Ereignisse und Angebote.

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Wie läuft´s? – Ergebnisse der Evaluation IEB

Seit 2012 gibt es in allen Bundesländern kostenlose Bildungsangebote zum Nachholen des Pflichtschulabschlusses.
299 Kurse wurden seit 2012 in allen Bundesländern durch die Inititative Erwachsenenbildung gefördert. In der aktuellen Studie zur Evaluation der ersten Periode wird den Maßnahmen ein durchaus positives Zeugnis ausgestellt:

In beiden Programmbereichen war eine deutliche Mehrheit der ehemaligen TeilnehmerInnen mit dem Kurs sehr zufrieden: 85% der Befragten im Bereich Basisbildung und 81% im Bereich Pflichtschulabschluss gaben dem jeweils besuchten Kurs in Schulnoten ausgedrückt ein „sehr gut“. Lediglich 14% gaben die Note „gut“ und weitere 3% die Note „befriedigend“. Als Gründe für diese gute Benotung wurden das Engagement und die Fähigkeiten der TrainerInnen, besonders auch ihr Bemühen, um verständliche Erklärungen, die Lerninhalte, das Gruppenklima, als auch die „Arbeit am Computer“, da oft „zuvor noch keine PC-Kenntnisse“ vorhanden waren, hervorgehoben. In beiden Programmbereichen äußerten die TeilnehmerInnen nur selten Verbesserungsvorschläge. (S. 67)

Evaluation der ersten Periode der Initiative Erwachsenenbildung  erstellt von Peter Stoppacher und Marina Edler unter Mitarbeit von Karin Reinbacher-Fahrner (IFA, Graz)

Workshop: Praxisorientierter Austausch

Nachlese zum Workshop Erwachsenengerechter Pflichtschulabschluss,  Austausch zur pädagogischen Umsetzung
Theater am Lend, Graz am 1. und 2. Dezember 2014

Programm:

  • Begrüßung durch Doris Wyskitensky, MA, bmbf
  • ExpertInnengespräche – Kollegialer Austausch, der sichtbar macht, welchen großen Pool an Know-How die AkteurInnen der Erwachsenenbildung einander zur Verfügung stellen können — unter dem Motto: Wir sind alle ExpertInnen. Gemeinsam mit KollegInnen, unterstützt von ExpertInnen wird in zwei Einheiten an der Gestaltung von Lernangeboten gearbeitet. (Verschiedenste Materialien werden bereitgestellt und auch getauscht.)
  • Impuls-Referat 1 von Elke Schildberger (BiLL, Linz): Was ist erwachsenengerechtes Unterrichten?  Handlungsleitende Prinzipien im Pflichtschulabschluss für Erwachsene – zum Download.
  • Impuls-Referat 2 von Petra Drews-Milalkovits (bfi OÖ, Linz), Kompetenzorientierung-ein-häufig-verwendetes-Modewort? (Download PDF mit PW)
  • Diskussion zur Information und Beantwortung von Fragen zu allgemeinen und rechtlichen Rahmenbedingungen Doris Wyskitensky MA, bmbf
  • Information und Beantwortung von Fragen zur
    pädagogischen Umsetzung des Erwachsenengerechten Pflichtschulabschlusses in Diskussion mit Mag.a Gabriela Khannoussi-Gangoly, bmbf.
Wenn Sie Interesse an weiteren am Workshop entstandenen Fotomaterial bzw. an Daten in höherer Auflösung haben, wenden Sie sich bitte direkt an Photographen josef.legat(at)aon.at. 

 

„Rosi, Kurt und Koni“ – Filmtipp

Filmtipp für die Feiertage: Rosi, Kurt und Koni 
Bildungsbenachteiligung bedeutet mehr als nicht Lesen und Schreiben zu können.  

Der Film erzählt die Geschichte dreier Menschen, die sich -sozusagen – auf den zweiten Bildungsweg begeben, porträtiert ihre Stärken und Schwächen und beschreibt ihren Lebensalltag.

Bei einer durch das Bundesministerium für Bildung und Frauen (bmbf) und die Initiative Erwachsenenbildung (IEB) arrangierten Vorpremiere und Podiumsdiskussion im Urania Kino (Wien) wurde der Film der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt und im Anschluss über das Thema „Bildungsbenachteiligung“ diskutiert.
Mehr dazu unter erwachsenenbildung.at.

 

 

Workshop: Pädagogische Umsetzung

Optimale Bildungsmöglichkeiten bieten, Potentiale der Lernenden ausschöpfen und diskriminierende Selektionsmechanismen auflösen – mit diesen Zielen, wie sie Gabriela Khannoussi-Gangoly (BMBF) in ihren Eröffnungsworten formulierte, richtete der Workshop am 17. und 18. November in Strobl den Blick auf die Praxis pädagogischer Umsetzung einer erwachsenengerechten Form des Pflichtschulabschlusses.

Beate Helberger (MAIZ, Linz) widmete sich in ihrem Impulsreferat dem Thema Mehrsprachigkeit, wies auf immer noch bestehende Mythen im didaktischen Umgang mit Mehrsprachigkeit hin und beschrieb die im alltäglichen Handeln lauernden Fallen der Diskriminierung. Das Referat analysierte vorurteilbehaftete Zuschreibungen und bot darüber hinaus handlungsleitende Überlegungen für die Praxis im Bildungsbereich. (Die Folien zum Referat finden sie in Kürze hier.)

Wichtige Impulse für die Umsetzung erwachsenengerechter Bildungsangebote bot das Referat von Christian Kloyber (bifeb, St. Wolfgang). Er stellte die Frage, wie Erwachsene denn nun lernen und wie sich daraus Prinzipien für das Unterrichten ableiten. Vor dem Hintergrund konkurrenzierender Grundmodelle illustrierte der Vortrag durch Beispiele die Vielfalt der Praxis und betonte, dass auch Lehrende in der Erwachsenenbildung Lernende bleiben und Unterricht in der Erwachsenenbildung stets ein gleichberechtigter und wechselseitiger Dialog sein kann.
(Powerpoint Präsentation zu „Was ist erwachsenengerechtes Unterrichten?.)

Doris Wyskitensky (BMBF) beantwortete am zweiten Workshop-Tag in der Diskussion mit den TeilnehmerInnen individuelle Fragen zu den Rahmenbedingungen und rechtlichen Vorgaben des erwachsenengerechten PSA  in der Initiative Erwachsenenbildung. Fragen warfen hier beispielsweise die Kooperation mit dem Schulbereich hinsichtlich der Prüfungsabwicklung und der Leistungsbeurteilung auf. Ebenso diskutiert wurden formale Fragen zur Prüfungsabwicklung in den Einrichtungen der Erwachsenenbildung mit Prüfungsrecht. Hier konnten direkt praxisrelevante Elemente und Details, wie beispielsweise Form und Formularvorlagen für Prüfungsprotokolle bzw. Zeugnisse und ähnliches besprochen werden.
Die anwesenden Trainerinnen und Trainer thematisierten die Arbeitsbedingungen in diesem herausfordernden Bildungssegment und die vorausgesetzten, an der Schule orientierten Formalqualifikationen für Unterrichtende bzw. Prüfende. Hier wurde der Wunsch nach Qualifizierungsmöglichkeiten im Rahmen der Erwachsenenbildung geäußert. (Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie auch unter http://erwachsenenbildung.at/bildungsinfo/zweiter_bildungsweg/faq_nachholung_pflichtschulabschluss.php)

Erwachsenengerechte Methodik und Didaktik sowie zeitgemäße Inhalte und Darbietungsformen bildeten den Fokus des Workshops und der Zusammenarbeit der TeilnehmerInnen. Als Querschnitt-Themen didaktischen Handelns wurde Lernen lernen, Methodenvielfalt, Mehrsprachigkeit und Gendergerechtigkeit diskutiert und bearbeitet. Exemplarisch wurde in Gruppen ein Lernangebot gestaltet, präsentiert und diskutiert, dass sich Kompetenzfeld übergreifend mit der Thematik Körper auseinandersetzt.  Das Miteinander im Workshop setzt sich für die TeilnehmerInnen und OrganisatorInnen des Workshops nun in der initiierten e-PSA Gruppe „Strobl-Workshop2014“ fort. Zur Dokumentation und Weiterentwicklung können hier die Dateien gemeinsam erarbeiteter Präsentationen ausgetauscht und im Forum diskutiert werden.

Programm:

Angebote zum Erwachsenengerechten Pflichtschulabschluss

Austausch zur pädagogischen Umsetzung

Begrüßung und Informationen zur pädagogischen Umsetzung:
Mag.a Gabriela Khannoussi-Gangoly, bmbf

Impuls 1: Dr. Christian Kloyber
Was ist erwachsenengerechtes Unterrichten?
(=Download PDF-Folien, Link: Literaturverweis )

Impuls 2: Beate Helberger
Mehrsprachigkeit. Verein Maiz, Linz

Information und Beantwortung  von Fragen zu allgemeinen und rechtlichen Rahmenbedingungen des e-PSA.
Doris Wyskitensky MA, bmbf

 

Migrationsgeschichte: (K)ein Hindernis!

Aktueller Workshop: Das Forschungsprojekt mig2eb  diskutiert  die bisherigen Ergebnisse im Entwicklungsprozess der „Leitlinien für die Erwachsenenbildung in der Migrationsgesellschaft“.
“Migrationsgesellschaft konkret” -Leitlinienerstellung und Praxistransfer
Mittwoch, 25. und Donnerstag, 26. März 2015 am bifeb in Strobl
Anmeldung ab sofort unter: bifeb

Die Autor_innen des anwendungsorientierten Forschungsprojekts mig2eb veröffentlichen nun im Buch  „(K)ein Hindernis!“ ihre aktuellen Studien-Ergebnisse.  Der Fokus der empirischen Forschung und theoretischen Konzeptionen:  Fachkräfte mit Migrationsgeschichte in der Erwachsenenbildung .

mig2eb beschäftigte sich in den vergangenen Monaten mit der Frage, wie Menschen der sogenannten zweiten Generation – mit Migrationserfahrung und -geschichte – als Fachkräfte in der Erwachsenenbildung repräsentiert sind und welche strukturellen Bedingungen den Zugang zum Berufsfeld der Erwachsenenbildung erschweren oder ermöglichen.

Aktuelle Publikation zum Projekt:

hindernis

(K)ein Hindernis! von Brigitte Kukovetz, Ariane Sadjed, Annette Sprung Migrationsgeschichte: (K)ein Hindernis! weiterlesen

Mehr Anschluss durch Abschluss?

In der aktuellen Ausgabe (Nr. 21) des Magazins erwachsenenbildung.at findet sich auch ein Artikel von Karin Hackl-Schuberth. Sie geht der Frage nach, ob und welche veränderten Perspektiven sich mit nachgeholtem Pflichtschulabschluss nun erschließen und welche Wege die TeilnehmerInnen nach dieser Ausbildung einschlagen.

Sie kennen die Autorin (auch) als rege und aktive TeilnehmerIn und TeilgeberIn dieser Community. Im –>Forum bietet sich die Gelegenheit der Autorin und Trainerin Fragen zu stellen sowie eigene Erfahrungen und Meinungen zum Thema einzubringen.

Hackl-Schuberth, Karin (2014):
Den Pflichtschulabschluss „erwachsenengerecht“ nachholen. Mehr Anschluss durch Abschluss?
via: http://erwachsenenbildung.at/magazin/artikel.php?aid=7295

 

Prüfen in der Schule

Das neue Modell fördert und fordert eine rege Zusammenarbeit der Einrichtungen der Erwachsenenbildung mit den (Prüfungs-)Schulen. Auch wenn es im neuen Modell des Pflichtschulabschlusses für Erwachsene möglich ist, Teilprüfungen über die einzelne Kompetenzfelder in akkreditierten Einrichtungen der Erwachsenenbildung abzulegen, muss zumindest eine Prüfung in einem verpflichtenden Kompetenzfeld in der Schule absolviert werden. Denn die Schule stellt als Vertreterin des Schulwesens dann auch das Gesamtzeugnis aus.

Wie gestaltet sich nun diese Zusammenarbeit in der Praxis?

Welche Erfahrungen haben Sie als PraktikerIn aus der Erwachsenenbildung mit Ihrer Prüfungsschule gemacht?
Welche Erfahrungen haben Sie als SchulvertreterIn mit dem neuen, beziehungsweise dem bisherigen Modell?

Haben Sie Vorschläge oder Anregungen, wie sich die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Erwachsenenbildung gestalten lässt?

Teilen Sie Ihre Erfahrung und Meinung mit PraktikerInnen aus Schule und Erwachsenenbildung und posten Sie hier in unserem Forum zum Thema Prüfen in der Schule.