Erwachsenengerechter Pflichtschulabschluss – Tagung

Ein Rückblick auf die Tagung Erwachsenengerechter Pflichtschulabschluss zum Thema

Diversitätskompetenzen in der Arbeit mit heterogenen Gruppen – Austausch zur pädagogischen Umsetzung

Am Bundesinstitut für Erwachsenenbildung
bifeb vom 29. Februar – 1. März 2016

Hier finden Sie die gesammelten Eindrücke und einen Überblick zu den Themen und Inhalten.

–> Impulsreferat von Mario Steiner (IHS): Fehlender

–> Pflichtschulabschluss – Grundlagen und Strategien

–> Blitzlichter aus den Arbeitsgruppen:

        *Zugänge zum ePSA
        *Angebote im Vorfeld des ePSA
        *Motive für die Teilnahme am ePSA
        *Strategien zur Erreichung von Zielgruppen
        *Voraussetzungen zur Teilnahme am ePSA
*
Handreichung zum erwachsenengerechten Pflichtschulabschluss

–> Arbeit mit heterogenen Gruppen – Themen und Tabus

–> Foto-Tagebuch von Fardin Rasuli und Mahdi Hosseini

Foto: uniT, Fardin Rasuli und Mahdi Hosseini
Foto: uniT, Fardin Rasuli und Mahdi Hosseini, Strobl 2016

Etwa fünfzig Teilnehmer_innen nutzten Raum für Austausch und Diskussion zu Frage­stellungen und Themen rund um den erwachsenengerechten Pflichtschulabschluss. Im Mittelpunkt der Tagung standen am ersten Tag das Vorfeld und die Zugänge zu den Vorbereitungslehrgängen, die Zielgruppen, Eingangsvoraussetzungen und die Erwartungen, Motive der Lernenden. Tag zwei stellte die Arbeit mit heterogenen Gruppen und die geforderten Diversitätskompetenzen im Umgang mit Situationen und Herausforderungen im pädagogischen Alltag ins Zentrum.

Impulsreferat von Mario Steiner (IHS): Fehlender Pflichtschulabschluss – Grundlagen und Strategien
Foto: uniT, Fardin Rasuli und Mahdi Hosseini, Strobl 2016
Foto: uniT, Fardin Rasuli und Mahdi Hosseini, Strobl 2016

Zum Auftakt und Einstieg hielt Mario Steiner (IHS) einen Vortrag zu Zielgruppen, Zielgruppengrößen und zur Zielgruppenstruktur des ePSA. Thematisiert wurden Ursachen für den fehlenden Pflichtschulabschluss, strukturelle Ausschlussmechanismen und daraus folgende Konsequenzen und Folgen.

Im Anschluss daran wurden Strategien und Gegenmaßnahmen diskutiert. Näher betrachtet wurden die Teilnehmer_innenstruktur von ePSA Vorbereitungslehrgängen, die Lebenshintergründe der Teilnehmenden, Abschlussquoten und Anschlussmöglichkeiten der Absolvent_innen.
PDF zum Download: Fehlender Pflichtschulabschluss – Grundlagen und Strategien, Mario Steiner (IHS) Strobl 2016

Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen:

Zugänge zum ePSA
Silvia Göhring/ISOP Graz

zugaenge
Foto: uniT, Fardin Rasuli und Mahdi Hosseini, Strobl 2016

Vorfeldaktivitäten bestimmen mit, wer an ePSA-Lehrgängen teilnimmt (teilnehmen kann) und wer nicht. Wie erhalten potenzielle Teilnehmende Informationen über die Angebote, von wem erhalten sie diese und in welcher Qualität, was erleben sie als Teilnahmebarrieren und was hat all das mit Diversitätskompetenz zu tun? – das sind Fragen, die im WS diskutiert wurden. Ausgehend von steirischen Eindrücken wurde versucht, Vorfeldaufgaben zu benennen und Ideen zu entwickeln, ob bzw. wie diese – regionalspezifisch betrachtet – besser als bisher systematisiert bearbeitet werden könnten.

Blitzlicht_ePSA_Zugaenge_Strobl2016

 

Angebote im Vorfeld des ePSA
Karin Bittner und Betina Aumair/VHS Wien

Die Nachfrage nach Pflichtschulabschluss-Lehrgängen ist in Wien groß. Viele Teilnehmer_innen benötigen allerdings noch vorbereitende Maßnahmen im Bereich der Basisbildung (Grundkompetenzen / Sprachkompetenzen).
04
Foto: uniT, Fardin Rasuli und Mahdi Hosseini, Strobl 2016

Die VHS Wien bietet bedarfsorientiert vorbereitende Maßnahmen an, um den Einstieg in den Pflichtschulabschluss zu ermöglichen. Im Workshop wurden Erfahrungen mit vorbereitenden Angeboten ausgetauscht, Herausforderungen und Perspektiven diskutiert und das Modell VHS Wien vorgestellt.

Blitzlicht_ePSA_Vorfeld_Strobl2016

 

Motive für die Teilnahme am ePSA
Beate Helberger/das kollektiv

Motivation
Foto: uniT, Fardin Rasuli und Mahdi Hosseini, Strobl 2016

In einer anonymen Befragung wurden die Teilnehmer_innen im Pflichtschulabschluss-Lehrgang von das kollektiv zu ihren Motiven für die Teilnahme befragt. Die Antworten der Lernenden wurden im Workshop strukturellen Motiven und Zwängen gegenübergestellt. Diese Gegenüberstellung warf Fragen zur deutschen Sprache als „Zaubermittel“ zur Erreichung einer vermeintlichen Integration auf: Welchen Auftrag haben die Lehrenden im Bildungssystem? Welches sind die Handlungsmöglichkeiten in diesem? Nach einem kurzen Input wurde gemeinsam nach Antworten gesucht und weitere Fragestellungen diskutiert.

 

Strategien zur Erreichung von Zielgruppen
Andrea Fischer und Birgit Waltenberger/uniT

strategien
Foto: uniT, Fardin Rasuli und Mahdi Hosseini, Strobl 2016

Ausgehend von aktuellen Zielgruppen, die die Bildungs­angebote besuchen bzw. nicht besuchen, wurden in der Arbeitsgruppe Strategien zur Erreichung von Teilnehmenden entwickelt und skizziert: Welche Kommunikationsmittel und -wege stehen zur Verfügung bzw. werden eingesetzt? Welche können neu beschritten werden? Wie sind diese gestaltet?

uniT_Strobl2016

 

Voraussetzungen zur Teilnahme am ePSA
Elke Schildberger/Bill

anforderungen
Fotos: uniT, Andrea Fischer

Welche Fähigkeiten, Kenntnisse und Kompetenzen brauchen Lernende für den Einstieg in ein ePSA-Bildungsangebot? In dieser Arbeitsgruppe wurde thematisiert, welche Eingangsvoraussetzungen für Teilnehmende an ePSA-Lehrgängen erfolgskritisch erscheinen und ob bzw. wie diese Eingangsvoraussetzungen bei unterschiedlichen Anbietereinrichtungen erhoben werden. In einem Austausch in der Gruppe wurden unterschiedliche Ansätze gegenübergestellt, Vor- und Nachteile diskutiert und Entwicklungspotentiale aufgezeigt.

Blitzlicht_BILL_ePSA_Voraussetzungen zur Teilnahme_Strobl2016

 

Arbeit mit heterogenen Gruppen Themen und Tabus
theater
Foto: uniT, Fardin Rasuli und Mahdi Hosseini, Strobl 2016

Mittels adaptierter Methoden des Forum Theaters wurden in zwei unterschiedlichen Settings Themen aus der Praxis aufgegriffen und bearbeitet. Dabei wurden Strategien und Interventionen in der Praxis reflektiert, hinterfragt und neu entworfen.

 

 

Verwendete Quellen:
Darsteller_innen: Philip Heilmann, Abelina Holzer,“Verrücktes Blut“ von Nurkan Erpulat und Jens Hillje (szenische Lesung)
Texte aus „Schwarze Jungfrauen“ von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel sowie Facebook-Einträge.

Katharina Flick, Lukas Hoscher
Konzeption: Edith Draxl und Astrid Ranner
Moderation: Edith Draxl

Ressourcen:

Michael Wrentschur: Politisch-partizipative Theaterarbeit: ästhetische Bildung und politische Beteiligung. Die Theater- und Kulturinitiative InterACT als Beispiel. In: Magazin Erwachsenenbildung, Ausgabe 22, 2014.
URL:http://erwachsenenbildung.at/magazin/14-22/03_wrentschur.pdf

Paolo Freire Zentrum – Methoden, Texte und Materialien.
URL: http://ungleichevielfalt.at/article22.htm

 Österreichische Gesellschaft für politische Bildung
http://www.politischebildung.at

Bundeszentrale für politische Bildung
URL: https://www.bpb.de/politik/extremismus

Violence Prevention Network
URL: http://www.violence-prevention-network.de

Handreichung zum erwachsenengerechten Pflichtschulabschluss:

Pädagogisch-didaktische Überlegungen. URL: http://erwachsenenbildung.at/downloads/bildungsinfo/materialien_psa_fuer_rueckmeldung/Paedagogik_Didaktik.pdf

Gender und Diversity in Lernprozessen
URL: http://erwachsenenbildung.at/downloads/bildungsinfo/materialien_psa_fuer_rueckmeldung/Gender_Diverstiy.pdf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.