Mehr Anschluss durch Abschluss?

In der aktuellen Ausgabe (Nr. 21) des Magazins erwachsenenbildung.at findet sich auch ein Artikel von Karin Hackl-Schuberth. Sie geht der Frage nach, ob und welche veränderten Perspektiven sich mit nachgeholtem Pflichtschulabschluss nun erschließen und welche Wege die TeilnehmerInnen nach dieser Ausbildung einschlagen.

Sie kennen die Autorin (auch) als rege und aktive TeilnehmerIn und TeilgeberIn dieser Community. Im –>Forum bietet sich die Gelegenheit der Autorin und Trainerin Fragen zu stellen sowie eigene Erfahrungen und Meinungen zum Thema einzubringen.

Hackl-Schuberth, Karin (2014):
Den Pflichtschulabschluss „erwachsenengerecht“ nachholen. Mehr Anschluss durch Abschluss?
via: http://erwachsenenbildung.at/magazin/artikel.php?aid=7295

 

Prüfen in der Schule

Das neue Modell fördert und fordert eine rege Zusammenarbeit der Einrichtungen der Erwachsenenbildung mit den (Prüfungs-)Schulen. Auch wenn es im neuen Modell des Pflichtschulabschlusses für Erwachsene möglich ist, Teilprüfungen über die einzelne Kompetenzfelder in akkreditierten Einrichtungen der Erwachsenenbildung abzulegen, muss zumindest eine Prüfung in einem verpflichtenden Kompetenzfeld in der Schule absolviert werden. Denn die Schule stellt als Vertreterin des Schulwesens dann auch das Gesamtzeugnis aus.

Wie gestaltet sich nun diese Zusammenarbeit in der Praxis?

Welche Erfahrungen haben Sie als PraktikerIn aus der Erwachsenenbildung mit Ihrer Prüfungsschule gemacht?
Welche Erfahrungen haben Sie als SchulvertreterIn mit dem neuen, beziehungsweise dem bisherigen Modell?

Haben Sie Vorschläge oder Anregungen, wie sich die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Erwachsenenbildung gestalten lässt?

Teilen Sie Ihre Erfahrung und Meinung mit PraktikerInnen aus Schule und Erwachsenenbildung und posten Sie hier in unserem Forum zum Thema Prüfen in der Schule.

Was bedeutet „Erwachsenen gerecht“?

Die Settings von Lehrgängen zur Vorbereitung auf die Pflichtschulabaschluss-Prüfung stellen sehr spezifische Anforderungen an die Methodenwahl. Welche Methoden werden Erwachsenen gerecht?

Unter http://erwachsenenbildung.at/downloads/bildungsinfo/materialien_psa_fuer_rueckmeldung/Paedagogik_Didaktik.pdf finden sich unter Punkt 8.3 schon viele Anregungen.

Auch hier finden Sie eine interessante Sammlung, den die Seite erwachsenenbildung.at als Artikelserie anbietet: Methoden der Erwachsenenbildung.

Welche eigenen methodischen Ideen setzen Sie in den Lehrgängen ein? Was klappt unter welchen Voraussetzungen für welche Lernenden ganz besonders gut?

Im Forum ERWACHSENENGERECHTE METHODEN  und im Forum AUCH DIE METHODEN WANDELN SICH … wird zu diesem Themen diskutiert. Teilen auch Sie Ihre Meinung und Erfahrung mit.

Neue Prüfungen für Erwachsene

Was soll in den Prüfungen zum Pflichtschualbschluss für Erwachsenen eigentlich validiert werden?

Der PSA zielt darauf ab, dass Erwachsene Grundkompetenzen entwickeln können, diese in den diversen Situationen im Alltag einsetzen und dass Erwachsene durch ihre erworbenen Kompetenzen in der Lage sind, das eigene Leben und das eigene Umfeld aktiv mitzugestalten.

Die Validierungskonzepte im Rahmen des PSA stellen je nach Kompetenzfeld unterschiedliche Verfahren zur Feststellung und zur Sichtbarmachung von erworbenen Kompetenzen dar, wie mündliche Prüfung, schriftliche Klausurarbeit, Projektarbeit und Portfolio. Beim Lösen exemplarischer Aufgabenstellungen werden bestimmte Performanzen gezeigt. Diese werden gemessen und führen zur Erlangung des formalen Pflichtschulabschlusses.

Wissen und Handeln sind aneinander gekoppelt, was sich auch in den Aufgabenstellungen und Bewertungen im Rahmen der Validierungsverfahren wiederfindet. Ein reines Abfragen von Wissen ermöglicht keine lebensnahe, praktische und vor allem keine reflexive Auseinandersetzung mit diesem Wissen. Aber genau darauf zielt der PSA ab. Die Dimensionen Inhalt und Handlung bestimmten wechselseitig die Validierung.

Die Validierung im Rahmen des PSA orientiert sich, genauso wie das Curriculum zum Lehrgang, an den Kompetenzen der Kandidat_innen. Darunter verstehen sich erworbene Kenntnisse, Erfahrungen, Fertig-keiten und Fähigkeiten und die verantwortungsvolle Anwendung dieser in konkreten Situationen und Pro-blemstellungen. Informell erworbene Lernergebnisse spielen dabei genauso eine Rolle wie die Fähigkeit zum Transfer von Wissen.

Einen Leitfaden für Prüfende (VHS Linz) finden Sie unter den Veröffentlichungen des bmukk: http://www.erwachsenenbildung.at.