Workshop: Pädagogische Umsetzung

Optimale Bildungsmöglichkeiten bieten, Potentiale der Lernenden ausschöpfen und diskriminierende Selektionsmechanismen auflösen – mit diesen Zielen, wie sie Gabriela Khannoussi-Gangoly (BMBF) in ihren Eröffnungsworten formulierte, richtete der Workshop am 17. und 18. November in Strobl den Blick auf die Praxis pädagogischer Umsetzung einer erwachsenengerechten Form des Pflichtschulabschlusses.

Beate Helberger (MAIZ, Linz) widmete sich in ihrem Impulsreferat dem Thema Mehrsprachigkeit, wies auf immer noch bestehende Mythen im didaktischen Umgang mit Mehrsprachigkeit hin und beschrieb die im alltäglichen Handeln lauernden Fallen der Diskriminierung. Das Referat analysierte vorurteilbehaftete Zuschreibungen und bot darüber hinaus handlungsleitende Überlegungen für die Praxis im Bildungsbereich. (Die Folien zum Referat finden sie in Kürze hier.)

Wichtige Impulse für die Umsetzung erwachsenengerechter Bildungsangebote bot das Referat von Christian Kloyber (bifeb, St. Wolfgang). Er stellte die Frage, wie Erwachsene denn nun lernen und wie sich daraus Prinzipien für das Unterrichten ableiten. Vor dem Hintergrund konkurrenzierender Grundmodelle illustrierte der Vortrag durch Beispiele die Vielfalt der Praxis und betonte, dass auch Lehrende in der Erwachsenenbildung Lernende bleiben und Unterricht in der Erwachsenenbildung stets ein gleichberechtigter und wechselseitiger Dialog sein kann.
(Powerpoint Präsentation zu „Was ist erwachsenengerechtes Unterrichten?.)

Doris Wyskitensky (BMBF) beantwortete am zweiten Workshop-Tag in der Diskussion mit den TeilnehmerInnen individuelle Fragen zu den Rahmenbedingungen und rechtlichen Vorgaben des erwachsenengerechten PSA  in der Initiative Erwachsenenbildung. Fragen warfen hier beispielsweise die Kooperation mit dem Schulbereich hinsichtlich der Prüfungsabwicklung und der Leistungsbeurteilung auf. Ebenso diskutiert wurden formale Fragen zur Prüfungsabwicklung in den Einrichtungen der Erwachsenenbildung mit Prüfungsrecht. Hier konnten direkt praxisrelevante Elemente und Details, wie beispielsweise Form und Formularvorlagen für Prüfungsprotokolle bzw. Zeugnisse und ähnliches besprochen werden.
Die anwesenden Trainerinnen und Trainer thematisierten die Arbeitsbedingungen in diesem herausfordernden Bildungssegment und die vorausgesetzten, an der Schule orientierten Formalqualifikationen für Unterrichtende bzw. Prüfende. Hier wurde der Wunsch nach Qualifizierungsmöglichkeiten im Rahmen der Erwachsenenbildung geäußert. (Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie auch unter http://erwachsenenbildung.at/bildungsinfo/zweiter_bildungsweg/faq_nachholung_pflichtschulabschluss.php)

Erwachsenengerechte Methodik und Didaktik sowie zeitgemäße Inhalte und Darbietungsformen bildeten den Fokus des Workshops und der Zusammenarbeit der TeilnehmerInnen. Als Querschnitt-Themen didaktischen Handelns wurde Lernen lernen, Methodenvielfalt, Mehrsprachigkeit und Gendergerechtigkeit diskutiert und bearbeitet. Exemplarisch wurde in Gruppen ein Lernangebot gestaltet, präsentiert und diskutiert, dass sich Kompetenzfeld übergreifend mit der Thematik Körper auseinandersetzt.  Das Miteinander im Workshop setzt sich für die TeilnehmerInnen und OrganisatorInnen des Workshops nun in der initiierten e-PSA Gruppe „Strobl-Workshop2014“ fort. Zur Dokumentation und Weiterentwicklung können hier die Dateien gemeinsam erarbeiteter Präsentationen ausgetauscht und im Forum diskutiert werden.

Programm:

Angebote zum Erwachsenengerechten Pflichtschulabschluss

Austausch zur pädagogischen Umsetzung

Begrüßung und Informationen zur pädagogischen Umsetzung:
Mag.a Gabriela Khannoussi-Gangoly, bmbf

Impuls 1: Dr. Christian Kloyber
Was ist erwachsenengerechtes Unterrichten?
(=Download PDF-Folien, Link: Literaturverweis )

Impuls 2: Beate Helberger
Mehrsprachigkeit. Verein Maiz, Linz

Information und Beantwortung  von Fragen zu allgemeinen und rechtlichen Rahmenbedingungen des e-PSA.
Doris Wyskitensky MA, bmbf

 

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